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Veranstaltungen

 

Die Lesung  findet am Freitag coronabedingt nicht satt. Sie wird aber im Frühling nachgeholt.

 

Lesung in der Bücherei

 Das Team der Stadtbücherei lädt am bundesweiten Vorlesetag am kommenden Freitag,

dem 19. November, um 19 Uhr

zu einer ganz besonderen Lesung ein.

Martin Frauenhofer,

der sich auf zahlreichen Vortragen und Lesungen in Passau und Österreich als profunder Kenner und versierter Rezitator österreichischer Gegenwartsliteratur erwiesen hat, wird diesen Abend gestalten.

Im Zentrum seiner Lesung steht der vielfach ausgezeichnete und geehrte Wiener Dichter H. C. Artmann, der heuer hundert Jahre alt geworden wäre. Der Zuhörer darf sich auf schaurig-makabre, lyrisch-morbide, skurril-grauslige Literatur freuen, auf schwarzen Humor im Wiener Dialekt.

Begleitet wird Martin Frauenhofer von Peter Köhler auf dem Tenorsaxofon.

Der Eintritt ist frei.

entsprechend den aktuellen Coronaregeln

 

 

 

 

   

PNP-Artikel von Rainer Eckelt, 28.6.2021

Pocking

Leopold Altenburg – Prinz und Clown

Lesershow in der Stadthalle Pocking – Bücherei Pocking hatte die Veranstaltung möglich gemacht


Pockings Bürgermeister Franz Krah war es in seiner kurzen Begrüßungsrede anzumerken, wie froh er ist, dass nach monatelanger Auszeit in der Stadthalle wieder eine Veranstaltung stattfinden darf. Denn es war die erste Kulturveranstaltung des Jahres in der Stadthalle. Die Zuschauerstühle waren den Hygieneregeln entsprechend auseinandergerückt und zur Überraschung aller waren zu Beginn der "Lesershow" fast alle Plätze besetzt.

Leopold Altenburg, Autor des Buches "Leopold Altenburg – Der Kaiser und sein Sonnenschein", lud die Pockinger zu einer Lesershow ein. Dass es keine normale Lesung eines Autors werden sollte, wurde jedem im Saal schnell klar. Komik, Witz und Pointen erfassten schon in den ersten Minuten das Publikum, bevor Altenburg auch nur einen Satz aus seinem Buch vorgetragen hatte. Das Verwirrspiel mit dem Schild, auf dem ein grüner Pfeil auf den Notausgang hinweisen soll, war die gekonnte erste entertainmentartige Einlage des Abends und lockerte die Atmosphäre auf.

Dazwischen erzählt er adelige Anekdoten

Wer ist Leopold Altenburg? Geboren 1971 in Graz, lebt er derzeit in Berlin, Prenzlauer Berg. Leopold Altenburg ist kein Geringerer als der Ur-Urenkel von Kaiserin Elisabeth, bekannt unter den Namen "Sisi", weltbekannt geworden durch die drei Heimatfilme aus dem Jahr 1956. Die Hauptrollen spielten Romy Schneider und Karl Heinz Böhm. Seine Mutter ist eine geborene Waldstein-Wartenberg-Forni, ebenfalls eine Familie des österreichischen Hochadels.

Altenburg präsentierte in Pocking ein kleines Feuerwerk an Verwandlungen und Themen, gemischt mit Musik, Interessantes aus der Geschichte seiner Familie, geschmückt mit netten Anekdoten und ausstaffiert mit Gesang, den er auf seiner Gitarre begleitete. Er ist ausgebildeter Sänger und Schauspieler, was seinen Darbietungen in Bezug auf Überzeugungskraft deutlich anzumerken war. Viel Gelächter und Beifall gab es bei den humorigen Geschichten, mit denen er gekonnt erzählerische Ausflüge während der Lesungen aus dem Buch unternahm.

Zum Geburtstag des Vaters in die Kaiservilla

Altenburg tritt regelmäßig als Krankenhausclown auf und bildet auch andere Schauspieler in diesem schwierigen Bereich aus. Es ist oft ein Balanceakt zwischen den Schicksalen kranker Kinder, mit denen er konfrontiert wird. Hierbei ist er der "Leofino" mit seiner Partnerin "Imirlzi". In der Berliner Charité haben die beiden beispielsweise einen kleinen Jungen unterhalten. Nach dem Auftritt erfuhren sie, dass dieser Junge in der Nacht zuvor beinahe an den Folgen einer schweren Herz-OP gestorben wäre. Aber nun war der Junge "der stärkste Mann der Welt"! Denn die Clownerie hatte dies zum Thema und die zwei Clowns konnten das Kind am Ende überzeugen, dass es nun sehr stark ist, was den Buben sehr glücklich machte.

Den 70. Geburtstag seines Vaters feierte man im Jahr 2015. Nach dem Fest fuhren Vater und Sohn Leopold nach Bad Ischl, in die Kaiservilla. Sein Vater lebte regelrecht auf, während er seinem Sohn alle Winkel und Ecken der Villa zeigte. Eben auch jene, die den Touristen verschlossen bleiben. Seinem Vater war diese Villa lange die Heimat. Ein denkwürdiger Ausflug. Der Vater war glücklich, sprudelte vor neuen Ideen, dankte seinem Sohn für die Geduld beim Zuhören. Aus diesem Ausflug entstand die Idee eines großartigen Familienalbums, die der Vater sogleich in die Tat umsetze.

Lesen, Erzählen, Karikieren, Schauspielern, Musizieren und eine gesunde Portion Entertainment – das waren die Zutaten für einen hoch abwechslungsreichen Abend, der so gar nicht literarisch im üblichen Sinn war.

Nach gut 90 Minuten setzte Leopold Altenburg mit einer Zugabe der besonderen Art noch einen drauf. Der Schauspieler und Komiker Hans Moser stand, zumindest akustisch, auf der Bühne. Mimik und der eigentlich unnachahmliche Gesang mimten den unvergessenen Volksschauspieler aus Wien. Selten, dass eine Zugabe ein echter weiterer Höhepunkt ist.

Organisiert und möglich gemacht haben den Abend die Büchereidamen Pockings unter der Leitung von Angelika zu Dohna. Franz Krah dankte den Damen hierfür ausdrücklich.

 

 

   
     
     
     
    
Leseförderung

Antolin

Antolin motiviert mittlerweile viele Kinder zum Lesen. Auf der Webseite von Antolin kann man an alle Bücher finden, für die es ein Quiz gibt. Die Antolin-Bücher aus dem Bestand der Stadtbücherei findet man unter dem Interessenkreis Antolin.


 

Der „Bibliotheksführerschein“ für Vorschulkinder

Im Vordergrund der Aktion stehen die Freude am Lesen und das spielerische Kennenlernen der Bücherei. Zu den Stichworten "Erzählen und Wissen", "Vorlesen, Zuhören, Ausmalen", "Aussuchen und Ausleihen" und "Was gibt es, wo finde ich es?" werden die Kindergartengruppen in vier Veranstaltungen aktiv und altersgerecht an Inhalte und Benutzung einer Bücherei herangeführt.Kinder sollen erfahren, dass Lesen Spaß macht und dass Büchereien vielfältige Angebote für Wissen und Vergnügen bereithalten. Eltern sollen erfahren, die vielfältigen Angebote ihrer Bücherei gewinnbringend für die Familie nutzen zu können. Erzieherinnen und Erzieher werden aktiv in ihren Bemühungen unterstützt, das Lesen zu fördern und kindgerechte Wissensvermittlung mit Medien zu betreiben.